Mindestlohn 2015 | 2019

Thomas Engel 30. November 2014Sozialrecht

Den neuen Mindestlohn nicht beachtet.

Ab dem 1.1.2015 können alle Arbeitnehmer einen Stundenlohn von mindestens 8,50 EUR beanspruchen (Ab 01.01.2017 sind es 8,84 EUR). Er halten die Mitarbeiter nicht das Entgelt, auf das Sie einen Anspruch haben, können Sie dieses auch Jahre später noch in einem arbeitsgerichtlichen Prozess einklagen. Außerdem werden die Gesamtsozialversicherungsbeiträge aus laufendem Arbeitsentgelt fällig, wenn der Anspruch eines Mitarbeiters auf das Arbeitsentgelt entstanden ist (Entstehungsprinzip). Ab Einführung des Mindestlohns bedeutet das: Selbst wenn Ihr Unternehmen einen Stundenlohn zahlt, der den Mindestlohn unterschreitet, müssen Sie die Beiträge auf Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns berechnen und zahlen (so genannter Phantomlohn). Tun Sie das nicht und es wird später entdeckt, müssen Sie unter Umständen hohe Nachzahlungen von Entgelt, SVBeiträgen und Lohnsteuer in Kauf nehmen.

Ab 01.01.2019:

Ab dem ab dem 1. Januar 2019 wird der Mindestlohn auf 9,19 EUR angehoben. In diesem Zuge müssen Sie darauf achten, dass die 450 EUR-Grenze nicht überschritten wird. Sonst wird das Arbeitsverhältnis sozialversicherungspflichtig. Eine mögliche Lösung könnte in so einem Fall die Reduzierung der Arbeitszeit sein. Der Arbeitsvertrag muss dann natürlich entsprechend geändert werden.

 

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