KFZ 1% Regelung

Thomas Engel 5. Juni 2014Finanzbuchhaltung

Erfolgt die Versteuerung der privaten Kfz-Nutzung anhand der 1%-Regelung, so müssen vor der buchhalterischen Erfassung zunächst einmal die richtigen Werte ermittelt werden.

Die Berechnung erfolgt grundsätzlich mit 1% des inländischen Brutto-Listenpreises. Dieser Brutto-Listenpreis beinhaltet neben dem Neupreis des Fahrzeuges selbst auch den Brutto-Listenpreis der Sonderausstattung. Die Summe derer ist auf volle 100,00 Euro abzurunden und stellt die Bemessungsgrundlage für die 1%-Regelung dar.
Da es sich bei der 1%-Regelung um eine Pauschale handelt, mit der der private Anteil der unternehmerischen Nutzung abgegolten ist, die Kosten eines Kraftfahrzeuges aber nur teilweise mit Vorsteuern behaftet sind, ist der Pauschbetrag zunächst um 20% zu kürzen. Auf die verbleibenden 80% ist dann die gesetzliche Umsatzsteuer zu erheben, die 20% stellen die Pauschale der umsatzsteuerfreien Kosten dar.

Zur besseren Übersicht das folgende Beispiel:

Anschaffung eines PKW zum Preis von 55.878,00 Euro im Januar eines Wirtschaftsjahres.

Berechnung:
55.800,00 € X 1% X 12 6.696,00 €
80% von 6.696,00 €5.356,80 €
19% Umsatzsteuer1.017,79 €
Summe:6.374,59 €
20% von 6.696,00 €1.339,20 €

Nach der Berechnung erfolgt die Verarbeitung in der Buchhaltung. Hierbei ergeben sich die folgenden

Buchungssätze (SKR 03): 6.374,59 Euro # 1880 / # 8920
1.339,20 Euro # 1880 / # 8924

Das heißt, auf dem Konto 8920 stehen nach der Buchung 5.356,80 Euro als Erlös. Hier steht der Netto-Betrag, da es sich bei diesem Konto um ein Automatikkonto handelt. Auf dem Konto 8924 stehen 1.339,20 Euro ebenfalls als Erlös und auf dem Konto 1776 stehen 1.017,79 Euro als Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt.

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