Home-Office (Unternehmer)

Unternehmer, die wegen der Corona-Pandemie zu Hause arbeiten, profitieren von der neu eingeführten Homeoffice-Pauschale. Abziehbar als Betriebsausgaben sind 5 Euro pro Tag, maximal 600 Euro pro Jahr. Von dieser Homeoffice-Pauschale profitieren vor allem diejenigen Unternehmer, die zu Hause keinen Raum, also kein häusliches Arbeitszimmer, nutzten.

Die Voraussetzungen, um diese neue Homeoffice-Pauschale vom Gewinn abziehen zu dürfen, sind überschaubar. Es genügt, dass ein Unternehmer an einem Tag ausschließlich im Homeoffice gearbeitet hat. Passiert das an 120 Tagen im Kalenderjahr, wirkt sich die komplette Homeoffice-Pauschale von 600 Euro gewinnmindernd aus.

Mit der Homeoffice-Pauschale sollen Mehrausgaben für Strom, Wasser und Heizung abgegolten werden. Das Schöne an der Homeoffice-Pauschale: Unternehmer müssen dem Finanzamt keine Ausgaben nachweisen.

Kennzahlen des Unternehmens

Die Umsatzrendite (auch Umsatzrentabilität genannt) zeigt Ihnen, wie viel Prozent Ihres Umsatzes nach Abzug der Kosten als Gewinn übrigbleibt. Diese Kennzahl ist ein Maßstab für die Effizienz Ihres Unternehmens. Je höher die Zahl ist, desto effizienter arbeitet Ihr Unternehmen. Die durchschnittliche Umsatzrendite variiert stark von Branche zu Branche.

Formel: Umsatzrendite = Gewinn (Jahresüberschuss nach Steuern) * 100 / Umsatz

Um die Ertragskraft aus dem Kerngeschäft besser beurteilen zu können, können Sie anstelle des Jahresüberschusses auch das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT – Earnings before Interests and Taxes) ins Verhältnis zum Umsatz setzen.

Formel: EBIT-Rendite = EBIT * 100 / Umsatz

Der Cashflow gibt an, wie viel Geld Ihr Unternehmen erwirtschaftet. Dabei werden den Einzahlungen die Auszahlungen einer Periode gegenübergestellt. Somit ist der Cashflow ein Maßstab zur Beurteilung der Selbstfinanzierungskraft Ihres Unternehmens. Denn je mehr Geld das Unternehmen selbst erwirtschaftet, desto weniger ist es auf externe Geldgeber angewiesen.

Formel: Cashflow = Gewinn + Abschreibungen + Zuführung zu langfristigen Rückstellungen

Die Working-Capital-Ratio zeigt Ihnen, ob Ihre kurzfristigen Verbindlichkeiten durch in ähnlicher Frist vorhandenes Vermögen gedeckt sind. Sie entspricht im Kern dem Liquiditätsgrad III. Ein Wert zwischen 130 % und 200 % sollte hier im Idealfall angestrebt werden.

Formel: Umlaufvermögen * 100 / kurzfristige Verbindlichkeiten

Einige Kennzahlen können auch als Frühwarnindikatoren genutzt werden. Sie liefern Hinweise darauf, ob und wo es in Zukunft zu Problemen kommen kann. Da die meisten Finanzkennzahlen v. a. Informationen darüber enthalten, wie sich die Leistungsfähigkeit in der Vergangenheit entwickelt hat, müssen Unternehmer hier andere Kenngrößen nutzen.

Körperschaftsteuer Rückstellungen

Bevor das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz am 29.05.2009 in Kraft getreten ist, waren auch passive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 HGB unter den Rückstellungen auszuweisen. Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz sind passive latente Steuern jedoch in dem Sonderposten „Passive latente Steuern“ auszuweisen.

Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag

Da bei der Aufstellung des Jahresabschlusses noch nicht genau bekannt ist, wie hoch die zu leistende Körperschaftsteuer und der Solidaritätszuschlag darauf sein werden, ist die anzusetzende Steuer nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu schätzen. Diese Werte werden in der Regel nicht mit den während des Geschäftsjahres geleisteten Vorauszahlungen übereinstimmen. Damit müssen vor der Aufstellung des Jahresabschlusses die erwarteten Körperschaftsteuernachzahlungen oder -rückerstattungen ermittelt werden.

Zur Höhe der Steuerrückstellungen gibt es ein Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts vom 15.03.2012 (6 K 43/10)

Abschreibungen Computer

Auf mehrfache Nachfrage, hier die Antwort auf die Afa Methode:

Die Nutzungsdauer von Computern, Tablett-PCs, Notebooks und Netbooks einschließlich aller Zubehörteile sowie der Peripheriegeräte, z.  B. Drucker und Scanner, beträgt nach der amtlichen Abschreibungstabelle für die allgemein verwendbaren Wirtschaftsgüter einheitlich 3 Jahre. Der Normalfall ist also die lineare Abschreibung über 3 Jahre.

§ 4 Abs. 3 EStG – Gewinnermittlung

Der BFH hatte mit Urteil vom 19. 3. 2009 (IV R 57/07, BStBl. 2009 II S. 659 = DB 2009 S. 1384) entschieden, dass das Recht zur Wahl einer Gewinnermittlung durch Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) erst mit der Erstellung eines Abschlusses und nicht bereits mit der Einrichtung einer Buchführung oder der Aufstellung einer Eröffnungsbilanz entfällt.
Danach haben nicht buchführungspflichtige Stpfl., die auch freiwillig keine Bücher führen und keine Abschlüsse machen, das Recht, zwischen der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 1 EStG und der EÜR zu wählen. Beide Methoden sind lt. BFH gleichwertig. Maßgeblich für die Ausübung des Wahlrechts ist die tatsächliche Handhabung der Gewinnermittlung.