Anlage EÜR

Früher durften kleine und mittlere Unternehmen und Freiberufler ihre EÜR frei gestalten und mussten ihren selbst ermittelten Gewinn in die dafür vorgesehene Zeile der Anlage GSE eintragen. Jetzt kann die EÜR für den Buchführungszwecke formlos z.B. als Excel-Datei erstellt werden. Aber für den Zweck der Steuererklärung haben Steuerpflichtige, die ihren Gewinn durch eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung errechnen, nach § 60 Absatz 4 EStDV ihrer Einkommensteuererklärung eine Gewinnermittlung auf einem amtlich vorgeschriebenen Formular / Vordruck beizufügen.

Dieser Vordruck – als „Anlage EÜR“ bezeichnet – sieht eine standardisierte Aufschlüsselung der Betriebseinnahmen und -ausgaben vor und soll dem Finanzamt bessere Kontroll- und Vergleichsmöglichkeiten geben.

Wenn ein Steuerpflichtiger mehrere Betriebe hat, muss er für jeden einzelnen Betrieb die Anlage EÜR auszufüllen.
(§ 11 EStG)
(§ 4 Abs. 3 EStG)

Veröffentlicht von Thomas Engel

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